Sellin – eines der schönsten Seebäder

Einer der bekanntesten Ferienorte auf Deutschlands größter Insel Rügen ist das Ostseebad Sellin. Jedes Jahr besuchen Tausende Touristen die rund 2.700 Einwohner zählende Gemeinde im Osten der Insel.

Mondäner Badeort

Sellin liegt zwischen den Badeorten Binz und Baabe und grenzt im Norden an die Ostsee und im Süden an den Selliner See. So kommen dort nicht nur Strandurlauber auf ihre Kosten, sondern auch Naturliebhaber, die den großzügigen Küstenhochwald westlich des Ortes sowie die an eine Lagune erinnernde Bucht des Sees zu schätzen wissen.

Die Entwicklung zum mondänen Badeort begann etwa im Jahr 1880, als nach und nach unter anderem ein Kurpark mit einem schönen Springbrunnen, ein Tennisplatz sowie andere Touristenattraktionen errichtet wurden. Auch das Warmbad Sellin, das heute als Sitz der Kurverwaltung dient, wurde zu dieser Zeit erbaut.

Längste Seebrücke der Insel

Ab dem Jahr 1901 wurden die Pläne für eine Seebrücke erstmals umgesetzt. Im Laufe der Jahre wurde die Brücke jedoch mehrfach zerstört und beschädigt. Unter anderem richtete ein Brand im Jahr 1920 sowie Eisgang in den Jahren 1924 und 1941/42 großen Schaden an.

Jedes Mal wurde die Brücke daraufhin wieder aufgebaut, wenn auch jeweils kaum auf die gleiche Weise wie zuvor. 1997, beziehungsweise 1998 wurde die Seebrücke in ihrer heutigen Form offiziell eröffnet.

Mit ihren 394 Metern ist die Selliner Seebrücke heute die längste auf der Insel Rügen. Besucher haben nun die Möglichkeit, in einem Restaurant über dem Wasser den atemberaubenden Ausblick auf die Ostsee zu genießen.

Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt in der Tauchgondel, die im Jahr 2008 in Betrieb genommen wurde.

Bekannt ist Sellin außerdem für seine zahlreichen prachtvollen Villen im Stil der Bäderarchitektur. Vor allem an der Wilhelmstraße können die zumeist weißen, verschnörkelten Bauten bewundert werden. Dort warten zudem viele Cafés, Restaurants und einladende Boutiquen auf die Touristen.

Die Wilhelmstraße führt bis zur rund 30 Meter hohen Steilküste. Von dort aus können Feriengäste über eine steile Treppe (die sogenannte „Himmelsleiter“) oder einen Aufzug zur Seebrücke beziehungsweise zur Promenade am Südstrand hinuntergelangen.

Viele Freizeitmöglichkeiten

Sellin ist ein wahres Paradies für Badeurlauber. Wer nicht nur entspannt in der Sonne liegen möchte, hat am Strand die Gelegenheit, sich beim Schwimmen, Rudern oder Segeln auszutoben und die Ostsee mit all ihren Facetten zu genießen.

Hobbysportler können ihre Freizeit zudem mit Radfahren, Wandern, Reiten, Tennisspielen oder eher außergewöhnlichen Beschäftigungen wie etwa Bogenschießen verbringen.

Wer sich in seinem Urlaub in erster Linie erholen möchte, nutzt neben dem feinen, gepflegten Sandstrand vielleicht auch die zahlreichen Wellnessangebote, die Sellin für seine Gäste bereithält. Ob man lieber bei einer angenehmen Massage entspannen, in der Sauna den Alltag hinter sich lassen oder sich in einem Kosmetiksalon verschönern lassen möchte, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

Bei jedem Wetter den Urlaub genießen

Falls das Wetter mal nicht so ganz mitspielt, kann auch die Schwimmhalle genutzt oder ein Besuch in einem Solarium eingeplant werden.

Ein Ausflug zum Bernsteinmuseum Sellin – dem einzigen Bernsteinmuseum auf der Insel Rügen – bietet sich ebenfalls bei schlechterem Wetter an. Im Zentrum der Stadt - an der Granitzer Straße - befindet sich das Museum, in dem jährlich über 15.000 Gäste die seltenen Steine und die aus ihnen kunstvoll gefertigten Schmuckstücke bewundern.